Inhalt:
"Auf einmal fand ich, dass es mir gut geht."
Topolina liebt die Kunst. Sie liebt Bücher. Aber Menschen liebt sie nicht. Die frühere Künstlerin arbeitet als Putzfrau in der Wohnung einer Pariser Familie. Eines Tages findet sie dort unter der Bettdecke eine Nachricht des kleinen Sohnes für sie. Es ist nur eine harmlose Bitte, doch sie stellt Topolinas Leben auf den Kopf.
"Guten Tag, Madame, kannst du bitte das Wasser von meinem Fisch auswechseln? Ich kann das nicht." Mit dieser Botschaft beginnt der Briefwechsel zwischen Topolina und dem achtjährigen Sohn ihrer Arbeitgeberin, von dem sie nur ein Foto kennt. Sie verstecken ihre Zettel füreinander an wechselnden Orten - unter dem Kopfkissen, in der Waschmaschine, in Hosentaschen. Obwohl sich Topolina von den Menschen zurückgezogen hat, erobert der Junge ihr Herz und bringt sie sogar dazu, ihr künstlerisches Schaffen wieder aufzunehmen. Bald wird Topolina nur noch von einem Wunsch beseelt: den Jungen leibhaftig kennenzulernen. Doch für dieses Vorhaben muss sie über einen dunklen Schatten springen, den die Vergangenheit auf ihr Leben wirft.
Meine Meinung:
Ein unheimlich toller Sprachstil, der mich von der ersten Seite an fesselte.
Sätze wie:
"Unglück ist, wenn man von seinen Unzulänglichkeiten zerstört wird. Glück, wenn man sie genießt" und "Lesen, als ob mein Heil in den Worten der anderen steckte", haben mich fasziniert und sehr nachdenklich gestimmt.
Die Story war für mich mal etwas ganz Neues. Hier und da hätte man es noch etwas intensiver ausschmücken können, aber ich denke die Geradlinigkeit ist von der Autorin beabsichtigt.
Ich empfehle es dem anspruchsvollem Leser außergewöhnlicher Romane.
Ich rate unbedingt davon ab, den Schluss schon vorher zu lesen!!!
Ich vergab 3 Leseratten.
Meine Videorezi:
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